Scharfe Messer – ganz easy

Als leidenschaftlicher BBQ-Fan, ist es immer wichtig scharfe Messer im Haus zu haben. Denn ohne scharfe Messer ist die beste Vorbereitung zum Scheitern verurteilt. Das gilt natürlich auch für leidenschaftliche Hobbyköche. Also habe ich mich gefragt, wie halte ich meine Messer einfach und ständig scharf, ohne dafür ständig zum Fachhändler zu fahren!?

Es gibt viele Möglichkeiten ein Messer zu schärfen. Viele machen wahrscheinlich auch eine Wissenschaft daraus, ein Messer zu schärfen. Sie können sich stundenlang damit beschäftigen. Aber ich denke für die normalen Gebrauch, braucht das kein riesen Aufwand zu sein und wie du richtig Messer schärfen kannst, um in der Küche Obst, Gemüse, Fleisch etc. sehr sauber und auch vernünftig zu schneiden, würde ich dir gerne heute eine Möglichkeit vorstellen, wie du das ganz einfach machen kannst. Ohne das du dich stundenlang mit dem Messer schärfen beschäftigen musst und trotzdem gute Küchenhelfer in Form eines scharfen Messers in der Küche hast.

Was sind scharfe Messer?

Zuerst legen wir mal fest, was sind überhaupt scharfe Messer? Grundsätzlich sind scharfe Messer, Messer, die alles ohne Probleme durchschneiden. Natürlich gibt es verschiedene Arten von Messer, die jeweils ihre Aufgabe haben. So gibt es Messer mit langer und/oder breiter Klinge. Glatter oder gewellter Schneide. Messer mit glatter Schneide sind in erster Linie für Fleisch, Fisch oder Gemüse gedacht. Messer mit gewellter Schneide (Wellen- oder Sägeschliff genannt) werden gerne für Brot oder Lebensmittel mit einer festen, glatten Oberflächen genutzt. Bei Tomaten scheiden sich die Geister: Wenn das Messer scharf genug ist, geht es auch mit glatter Schneide. Eins sollten sie aber alle gemeinsam haben: 

Sie sollten scharf sein.

Es kann oftmals gefährlicher sein, mit einem stumpfen Messer zu schneiden, da die Gefahr groß ist, das du abrutschst.

Daher ist es wichtig, deine Messer zu pflegen und regelmäßig zu schärfen.

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Wie Messer schärfen

Vom Prinzip her, ist es sehr einfach ein Messer zu schärfen. Du ziehst es über eine entsprechende Reibfläche, dadurch tragen sich die "stumpfen" Teile ab und das Messer wird wieder scharf.

Wenn es nur so einfach wäre. Es gibt viele Möglichkeiten ein Messer zu schärfen. Du kannst es mit einem Wetzstahl machen, mit einem entsprechenden Schleifstein, elektrischen Messerschleifer bzw. Messerschärfer oder manuellen Messerschärfern. 

Natürlich kannst du es auch von einem Experten jedes mal schärfen lassen. Dazu gibt es stationäre Anbieter vor Ort oder online Möglichkeiten.

Die Frage ist: Was willst du? 

  • Soll es eine perfekte scharfe Klinge haben?
  • Reicht es dir, wenn es für den kurzen Gebrauch wieder scharf ist? 
  • Wieviel Zeit willst du für das Schärfen deiner Messer investieren?
  • Wieviel willst du für ein Schärfmethode ausgeben?

Die verschiedenen Schleifwerkzeuge und -möglichkeiten

Eins vorweg: Funktionieren tun sie alle, wenn sie richtig angewandt werden.

Wetzstahl oder Schleifstein

Ein Wetzstahl oder Schleifstein setzt etwas Übung voraus, um immer den richtigen Schleifwinkel zu treffen. Ansonsten ist das eine sehr gute Lösung, um deine Messer zu schärfen. Wobei der Wetzstahl die schnellere Variante ist im Vergleich zum Schleifstein. Ein Wetzstahl ist auch nur zu empfehlen, wenn du Messer besitzt, die einen polierten Schliff haben. Beim Kauf eines Wetzstahls solltest du darauf achten, dass es auch wirklich Stahl ist. Ein Wetzstahl, der Keramik oder Diamanten enthält, ist für polierte Schliffe nicht zu empfehlen. Sie entwickeln nur eine kurzfristige Schärfe.

Ein Schleifstein ist ein sehr gute Möglichkeit, dein Messer zu schärfen. Sie bringen tolle Ergebnisse. Allerdings erfordern sie Übung und Geduld. Wenn du dich dazu entscheidest, deine Messer mit einem Schleifstein zu schärfen, dann achte beim Kauf darauf, dass der Schleifstein folgende Eigenschaften besitzt: Schleifsteine werden gerne als Kombistein angeboten. Dieser sollte zum einfachen Nachschleifen eine Körnung von 1000er/3000er haben. Wenn du es noch schärfer brauchst, benötigst du zusätzlich ein Wasserstein mit 6000er Körnung. Andersherum, wenn deine Messer total stumpf sind , macht es Sinn vorab mit einer gröberen Körnung (200er) zu arbeiten. Dieser trägt erstmal das grober Material der Klinge ab. Optimal ist es, wenn du beim Messer schärfen die Klinge im 15 bis 20 Grad Winkel über den Schleifstein ziehst.

Merke: Je schärfer die Schneide sein soll, desto feiner die Körnung. Allerdings kannst du nicht bei einem Stumpfen Messer direkt mit der feine Körnung beginnen. Hier gilt von grob nach fein!

Zu den Schleifstein, gibt es auch diverse Vorrichtungen, die es dir ermöglichen den richtigen Schleifwinkel einzustellen. Wie hier zum Beispiel:

online Anbieter oder Fachhändler vor Ort

Für die, die es sich ganz einfach machen wollen. Natürlich gibt es Fachgeschäfte und inzwischen auch Online-Anbieter, die dir scharfe Messer bescheren. Bei Fachhändlern bist du immer sehr gut aufgehoben. Je nach Messer entstehen hier Kosten zwischen 2 und 8 Euro.

Bei den Onlinehändlern ist es komplett unterschiedlich. Da musst du schauen, was du schleifen lassen möchtest und welche Kosten entstehen. 

Achtung: Oftmals sind die Portokosten von dir selber zu tragen und manche locken mit günstigen Preisen, wobei diese Preise sich meist auf Abos beziehen. Achte darauf!

Zu der Qualität des Schärfens kann ich persönlich nichts sagen. Ich habe es noch nie ausprobiert. Wenn man so mancher Rezension Glauben schenken mag, sind die Ergebnisse durchwachsen!?

Messer selber schleifen mit bestem Ergebnis

Kommen wir zur einfachsten Methode, um scharfe Messer zu Hause zu haben. Auch hier gibt es diverse Möglichkeiten inkl. Reinfälle. Wenn du weder Lust auf Schleifsteine, Wetzstahl oder zum Fachhändler zu fahren hast, dann bleibt nur die Lösung einen elektrischen oder nicht elektrischen Messerschärfer zu nutzen. Elektrische Messerschärfer sind sehr gute Helfer in der Küche und sollten unbedingt folgende Eigenschaften besitzen:

  • Schleifstein sollten auswechselbar sein
  • sollte diverse Schleifmöglichkeiten haben (verschiedene Körnungen)
  • den richtigen Schleifwinkel besitzen

All diese Eigenschaften besitzen zum Beispiel die elektrischen messerschärfer von der Firm Graef.

Ich persönlich nutze den SIMPLE Sharp und bin damit sehr zufrieden. Es geht schnell und das Ergebnis ist sehr gut. Ja, es ergibt nicht die super perfekte Klinge, aber für den einfachen privaten Gebrauch, reicht es allemal. Den SIMPLE Sharp gibt es mit verschiedenen Schleifsteinen (von grob bis extra fein), dies sich sehr leicht austauschen lassen. Du solltest mindestens zwei verschiedene haben. Wenn deine Messer nicht gerade komplett stumpf sind, reichen die roten und grünen Schleifsteine. Die Schleifsteine haben die richtigen Körnungen und besitzen Diamanten, so dass sie sehr gut Schleifergebnisse erzielen und recht langlebig sind.

Bevor ich Gemüse oder Fleisch schneide, ziehe ich das Messer 4-5 mal durch den SIMPLE Sharp und los geht´s. Super easy und kostet kaum Zeit.

Wie kam es zu der Entscheidung? Ich habe damals zwischen dem elektrischen Messerschärfer von Graef und den SIMPLE Sharp hin und her überlegt. Da ich dann das Sparset zum SIMPLE Sharp gefunden hatte, habe ich mich auch für diesen entscheiden.

Wenn du Nachschub brauchst: Schleifsteine für den SIMPLE Sharp

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Extra Tipp für BBQ-Fans

Nachdem du jetzt weißt, wie einfach es ist, ständig scharfe Messer zu haben, möchte ich dir hier noch einen kleinen Extra-Tipp geben, falls du mal ein “schnelles” Pulled Pork brauchst!

Vielleicht kennst du den Trick schon, aber alle die ihn nicht kennen, hier der Tipp:

Kennst du die Texas-Methode? Nein? Nicht schlimm. Eine sensationelle Methode, um dein Pulled Pork garantiert innerhalb von 6 Stunden fertig zu bekommen!

Die Methode ist relativ simpel. Bereite dein Pulled Pork normal vor. Wenn dein Smoker dann entsprechend vorbereitet ist (richtige Hitze hat etc), dann legst du das Pulled Pork für 2 Stunde bei 115 Grad in den Smoker (oder kugelgrill, was auch immer). Nach 2 Stunden legst du das Pulled Pork auf ein grosses Stück Alufolie, gibst etwas Flüssigkeit dazu (zum Beispiel Apfelsaft oder Cola) und eine BBQ Sauce deiner Wahl. Jetzt wickelst du das ganze fest ein und legst es zurück auf den Smoker für weitere 4 Stunden bei 140 Grad. Du brauchst jetzt keine Kerntemperatur oder ähnliches zu messen. Das Pulled Pork wird nach 6 Stunden fertig sein. Voraussetzung du hältst relativ Konstant die 140 Grad

Wenn die 4 Stunden vorbei sein, stelle dir eine große Schale zurecht, wo du das Pulled Pork reinlegen kannst. Nimm es mit der Alufolie vom Smoker oder lege es noch immer eingewickelt in die Schale. Lasse es noch ein paar Minuten ruhen.

Jetzt kannst du vorsichtig die Alufolie entfernen. Achtung es läuft Flüssigkeit aus der Alufolie (daher die Schale).

“Pulle” das Fleisch in der Schale und vermische es direkt mit der Flüssigkeit/Sauce, die aus der Alufolie gelaufen ist. Je nach Geschmack kannst du natürlich noch mehr BBQ Sauce hinzugeben.

Kleiner Nachteil: Du hast zum Schluss keine Kruste am Fleisch. Finde ich persönlich nicht so dramatisch bei Pulled Pork, da es beim Verzehr sowieso mit Sauce vermischt wird.

Ein Kommentar

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